Intensives Shooter-Gameplay mit packender Handlung, die den Spieler in die düstere Welt von 1946 versetzt
Intensives Shooter-Gameplay mit packender Handlung, die den Spieler in die düstere Welt von 1946 versetzt
Bewertung (198 Stimmen)
Programm-Lizenz Zahlung
Hersteller bethesda
Läuft unter Windows
Bewertung
(198 Stimmen)
Hersteller
bethesda
Läuft unter
Windows
Programm-Lizenz
Zahlung
Vorteile
- Paket aus spannender Action und Stealth-Elementen
- Atmosphärische Schauplätze und gelungene Grafik
- Eigenständige Story, keine Vorkenntnisse nötig
- Flüssige Steuerung und solide Technik
Nachteile
- Wenig Innovation im Vergleich zum Vorgänger
- Teilweise monotone Umgebungen
- Nahkampfgewalt teils übertrieben brutal
- Story und Nebenfiguren gelegentlich eindimensional
Standalone-Prequel zum Shooter-Hit mit actiongeladenem WWII-Setting
Atmosphäre und Story
Wolfenstein: The Old Blood ist ein eigenständiges Prequel zu Wolfenstein: The New Order und spielt im alternativen Europa des Jahres 1946. Erneut schlüpft der Spieler in die Rolle des US-Soldaten B.J. Blazkowicz, der sich durch Nazis, schwere Maschinen und okkulte Bedrohungen kämpft. Die Geschichte beginnt mit einem riskanten Gefängnisausbruch in der steinigen Festung von Burg Wolfenstein, entwickelt sich dann aber zu einer gefährlichen Jagd auf die skrupellose Dr. Helga von Schabbs, deren Forschung eine noch größere Gefahr für die Welt darstellen könnte. Die Inszenierung bleibt abwechslungsreich und bietet sowohl klassische Action als auch übernatürliche Elemente, die an frühere Serienteile erinnern.
Gameplay: Klassischer Shooter mit modernen Einflüssen
Das Spiel setzt auf bewährte Shooter-Mechaniken und ergänzt diese um Schleichabschnitte, in denen lautlose Eliminierungen Vorteile bringen. Der Wechsel zwischen offener Action und heimlichem Vorgehen bietet strategische Vielfalt, jedoch bleibt die Missionsstruktur recht linear. Umwelt-Rätsel sorgen für kurze Verschnaufpausen im Kampfgeschehen. Die Auswahl an Waffen – von knalligen Schrotflinten bis zu wiedererkennbar historischen Pistolen – ist solide, bleibt aber im Vergleich zu jüngeren Genre-Vertretern eher konventionell. Ein besonderes Highlight sind die brutalen Nahkampfangriffe, die im Kampf oft effektiver wirken als der Einsatz der Feuerwaffen selbst. Dennoch können diese Gewaltdarstellungen, vor allem gegen Tiere, abschreckend sein.
Grafik und Design
Der Titel überzeugt mit detaillierten Umgebungen und effektvollen Lichteffekten. Das Design der Nazi-Gegner, insbesondere der schwer gepanzerten Supersoldaten und mechanischen Ungetüme, unterstreicht den düsteren Ton des Spiels. Die Szenarien, von finsteren Burgen bis zu kriegsversehrten Städten, sind atmosphärisch umgesetzt, wirken aber insgesamt trister als das popkulturell aufgeladene Setting seines Vorgängers. Die musikalische Untermalung und die deutsche Synchronisation sind hochwertig, auch wenn manche Nebenfiguren wenig Tiefe entfalten.
Technik und Umfang
Wolfenstein: The Old Blood läuft auch auf mittleren Systemen flüssig. Mit etwa acht Stunden Spielzeit bietet die Kampagne eine ordentliche Portion Action, fühlt sich jedoch oftmals wiederholend an. Neue Spielmodi oder innovative Mechaniken bleiben aus, stattdessen setzt das Prequel auf klassische Tugenden der Reihe und spricht damit vor allem Traditionalisten und Fans der Vorlage an.
Fazit
Wolfenstein: The Old Blood liefert solide Shooter-Action mit nostalgischem Flair und atmosphärischer Präsentation. Die inhaltliche Nähe zu älteren Serienteilen ist spürbar, was auf der einen Seite für ein vertrautes Spielgefühl sorgt, auf der anderen Seite jedoch wenig Innovation bietet. Wer Freude an kompromissloser Action und okkultem WWII-Charme hat, kommt auf seine Kosten, sollte aber keine großen Sprünge in Sachen Gameplay oder Story erwarten.
Vorteile
- Paket aus spannender Action und Stealth-Elementen
- Atmosphärische Schauplätze und gelungene Grafik
- Eigenständige Story, keine Vorkenntnisse nötig
- Flüssige Steuerung und solide Technik
Nachteile
- Wenig Innovation im Vergleich zum Vorgänger
- Teilweise monotone Umgebungen
- Nahkampfgewalt teils übertrieben brutal
- Story und Nebenfiguren gelegentlich eindimensional